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Kinderstation in Parchim muss erhalten bleiben!

Aufgrund der aktuellen Situation um die Kinderklinik in Parchim erklärt die Stadtfraktionsvorsitzende der LINKEN, Steffi Pulz: „Das Agieren des Asklepios- Konzerns ist einfach nur unbeschreiblich und schadet dem Krankenhausstandort in Parchim. Es war seit Beginn der Diskussion um die Kinderklinik in Parchim im letzten Jahr von Intransparenz und Unwahrheiten geprägt. So zum Beispiel die Aussage, dass keine Ärzte gefunden werden konnten. Auch dass Vereinbarungen mit dem Land nicht eingehalten wurden zeigt, dass es dem Asklepios- Konzern nie wirklich um den Erhalt der Kinderstation in Parchim ging. Vielmehr lässt das Agieren des Konzerns vermuten, dass die unwirtschaftliche Kinderstation abgewickelt werden sollte, weil der Profit im Vordergrund des Konzerns steht. Deshalb bleiben wir bei unserer Forderung, die wir bereits im September 2019 als Stadtfraktion in die Stadtvertretung gebracht hatten, dass Krankenhäuser in öffentliche Hand gehören. Nicht der Profit sollte bei dem Betreiben eines Krankenhauses im Vordergrund stehen, sondern die Gesundheit der Menschen und die Einhaltung des Versorgungsauftrages.“

Jacqueline Bernhardt, stellvertretende Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete der Linksfraktion Mecklenburg-Vorpommern fügt hinzu:
„Nicht nur der Asklepios- Konzern hat zu dieser Situation beigetragen. Es war auch die Landesregierung. Im gesamten Kontext zur Kinderstation in Parchim und der Geburtenstation Crivitz wurden Zusagen gemacht, die bis heute nicht eingehalten wurden. So etwa die Aussage der Ministerpräsidentin im Dezember 2019, dass die Schließung der Geburtenstation Crivitz falsch sei und nachverhandelt werden müsse. Trotz dieser Aussage ist die Geburtenstation in Crivitz nicht mehr in Betrieb. Oder die Vereinbarung, die der Wirtschaftsminister mit dem Asklepios- Konzern noch im Dezember 2019 schloss, wonach in Parchim zumindest eine Tagesklinik eingerichtet werden sollte. Auch dies wurde bis heute nicht umgesetzt. Jetzt erst wurden seitens der Landesregierung die Fallpauschalen angegangen, obwohl dieses Problem seit Anfang der Diskussion, also Frühjahr 2019, bekannt war. Es ist richtig und unterstützenswert, dass sich Frau Schwesig jetzt auf Bundesebene für die Abschaffung der Fallpauschalen einsetzen will. Aber noch vor wenigen Monaten wurde unser Antrag vom 29.4.2020 im Landtag mit der Aufforderung der Landesregierung sich auf Bundesebene für die Abschaffung der Fallpauschalen, eben von SPD und CDU abgelehnt. Insofern bleibt nur zu hoffen, dass auf der einen Seite die Landesregierung jetzt zu ihren Worten steht und nicht nur im Wahlkampfeifer weiter Versprechen abgibt und auf der anderen Seite die ärztliche Versorgung für Kinder und Jugendliche im Landkreis wegen der Profitinteressen eines Konzerns eingeschränkt werden. Hier ist ganz klar die Landesregierung in der Pflicht, dass Vereinbarungen eingehalten werden und die Kinderstation in Parchim erhalten bleibt.“